Home Was ist Headshaking? Symptome & Checkliste Ursachen Diagnose & Therapie TCM Therapie ForschungBerichteKontakt

  

 • Home

 • Was ist Headshaking?

 • Symptome
 
 Ursachen
 
 Diagnose & Therapie
  Kräuter, Forschung, etc 
 
 TCM Therapie
 • TCM Therapie Website
 
 Headshaking ist heilbar
 
 Fallberichte
 
 Video Clips
 
 Inhalt
 
 Kontakt 
 
 Impressum

 

Der Inhalt dieser Website ist urheberrechtlich geschützt 

The content of this site is copyrighted

 

Besuchen Sie auch meine Therapie Website mit weiteren Details

Diagnostik und Behandlungsoptionen

Die gründliche Untersuchung erfordert den Besuch einer Tierklinik. Seien Sie sich dessen bewußt, daß Ihr Pferd dort vielleicht nicht shaked; entweder sind die Auslöser nicht vorhanden oder das Tier ist dermaßen abgelenkt, daß HS erst nach Verlassen der Klinik wieder auftritt.

Mögliche Untersuchungen durch den Tierarzt in Westeuropa

Eine typische Untersuchung eines vermeintlichen Headshakers würde folgendes einbeziehen:

- Intensive physische Untersuchung in etwa einer großen Ankaufsuntersuchung entsprechend, einschließlich der Wirbelsäule.
- Untersuchung der Augen - opthalmische Examination
- Untersuchung des Gehörs - otoskopische Examination
- Endoskopische Untersuchung der oberen Luftwege und des Luftsackes
- Röntgenaufnahme des Kopfes
- Großer Bluttest einschließlich der verschiedenen Virusteste des Blutes
  a) für Herpes mit neutralisierten Antikörpern (NT-Test)
  b) Bornatest im Institut für Laborationsmedizin Berlin
  c) Test für Neuroborreliose - Antikörpertiter im Blutserum oder in der Synovia werden getestet.

In den wenigsten Fällen wird jedoch eine Ursache bestimmt werden können, leider! Denn HS ist oft die "Spitze des Eisbergs" vielzähliger Erkrankungen und Veränderungen im Körper eines Pferdes. Aber wie schon erwähnt, nur durch das Ausschlussverfahren kann ein Tierarzt Gründe eingrenzen oder ausschließen, um eine dementsprechende Behandlung einzuleiten.

Aufgrund der Vielzahl der Ursachen ist solch eine gründliche Untersuchung kostspielig. Nur als Anhaltspunkt: die Kosten der intensiven Untersuchung meines Hengstes Telcaro, inkl. Ultraschall, exkl. Virentests (denn die Ursache, ein Unfall, war bekannt) beliefen sich auf knapp € 1500. 

 

Einige Behandlungsoptionen

1. Schulmedizin

Die medizinische Behandlung muß individuell erstellt werden. In wenigen Fällen ist eine Behandlung aufgrund einer Ursachendiagnose möglich. In der Mehrzahl der Fälle jedoch ist eine genaue Ursache nicht festzustellen.

Neben der allgemein üblichen Verabreichung von 4 Medikamenten, die aus der Humanmedizin stammen, werden Operationen an der Wurzel des Trigeminusnerven, sowie an den einzelnen Nervenästen dieses Nerven durchgeführt.

Medikamente: 

1. Cyproheptadin, es wird hauptsächlich beim photischen HS eingesetzt. Es ist ein Antihistaminikum. Es besitzt hohe Anti-Serotonin-Aktivität und übernimmt die Funktion eines Calciumkanal-Blockers. Ein aggressives Beenden der Behandlung führt unweigerlich zum wiederholten Auftreten der Symptome. Siehe Artikel über Cyproheptadine

2. Carbamacepin (Carbamazepine) ist ein Anti-Epileptikum. Es unterdrückt den Schmerz assoziiert mit der Neuralgie. Viele Pferdebesitzer beobachteten gute Resultate mit dieser Droge alleine oder in Verbindung mit der Erst genannten. Die Pferde sollten vor und während der Therapie getestet werden. Leberschädigung ist eine der Nebenwirkungen. Koliken können während einer hohen Dosierung und beim Absetzen der Dosis auftreten. 

3. Melatonin wird bei der saisonalen Form der Neuralgie angewendet. Es ist ein neurosekrotorisches Hormon. Es wird ein Zusammenhang zwischen der Tageslicht abhängigen Melatoninproduktion und diesem Typen der Neuralgie gesehen (Madigan, USA/NZ 2005).

4. Kortisonpräparate. Hiervon sei dringend abzuraten, denn die erkrankten Pferde produzieren einen viel zu hohen Wert an körpereigenem Cortisol. Zweck einer Behandlung sollte es sein, diese Produktion zu verringern. Das geliebte Allheilmittel Kortison fügt in der HS Behandlung eher Schaden hinzu, nach absetzen ist die Symptomatik verstärkt.

5. Weitere Drogen: Phenytoin (Dilantin®), Gabapentin (Neurontin®), and Baclofen (Lioresal®), Lamotrignine (Lamcital®). Many of the medications used to treat TN are those originally designed to treat seizures. The anti-seizure agents in these medications suppress excessive nerve tissue activity. If pain becomes more frequent and severe, increased doses of medications are required. This may lead to intolerable side effects and/or inadequate pain control. Since TN is extremely painful, but not life threatening, the goal of therapy is to minimize the dangerous side effects.

2. Beispiele alternativer Medizin 

1. Technische Hilfsmittel wie Nasennetze, Lichtschutzmaske mit und ohne Ohren- und Nüsternteil. Geflochtene Bommeln am Nasenriemen befestigt, die eine Überstimulierung des Trigeminus Nerven hervorrufen, indem sie konstant die Nüstern und den Lippenbereich immer wieder berühren.

2. Homöopathie.
Aufgrund meiner Erfahrung mit Heel Colocynthis Homaccord, gegeben als Mittel gegen Ischiasschmerz bei Caro, unternahm Fa. Heel in 2004 unter Leitung von Dr. Reinhard eine Studie, die belegte, dass dieses Heilmittel auch gegen den Neuralgie Schmerz des Trigeminus Nerven einzusetzen ist. Meine Beobachtungen ergaben, sowie die der Fa. Heel, dass das HCH den HS Schmerz milderte, wenn nicht gar unterdrückte. Bei weiteren Pferden in Belgien und Österreich angewandt, stellte sich heraus, dass die meisten Pferde auf 1 ml alle 3 Tage oral gegeben positiv reagieren. Es macht keinen Unterschied, ob man die Tropfen oder die Injektionsflüssigkeit verabreicht. Ich habe dieses Mittel nicht als alleiniges und auf Dauer eingesetzt, sondern nur anfänglich, um den physischen Stress durch den Schmerz zu verringern und bei den ersten Anzeichen eines Rückfalles während der TCM Behandlung, sozusagen als "Erste Hilfe".

Heel Cerebrum Compositum wird erfolgreich in der Behandlung von Kindern mit Schädeltrauma angewandt und soll die Nervenheilung unterstützen. Ich gab es Caro und 7 Pflegepferden jede Woche 2 mal für 6 Wochen, dann 1 Woche Pause und wiederholte diese Perioden für 2 Jahre. Ob es etwas bewirkt hat, weiß ich nicht zu beurteilen. Geschadet hat es ihm und den anderen Pferden augenscheinlich nicht.

Aconit hat nur bei einigen Pferden ein Resultat gezeigt, z.B. wurden die Panikanfälle und die Schreckhaftigkeit geringer, jedoch änderte sich nichts an der Symptomatik. 

Weitere homöopathische Heilmittel, sowie Bachblüten Präparate wurden mit mehr oder weniger Erfolg zur Milderung oder Unterdrückung der Symptome angewandt. Jedoch ist mir noch kein Fall bekannt, der alleine durch diese Heilmittel geheilt wurde.

3. Entgiftung und Immunverstärker wie Chlorella und Spirulina, beides Algen, entgiften und unterstützen den Körper in seinen Abwehrkräften. Vit. B, speziell, 6 und 12 unterstützen die Nervenheilung. Frisch gemahlene und als Tinktur zubereitete Korianderblätter entgiften ebenfalls, bedürfen aber eine genaueste Dosierung!

4. TCM Kräuter Therapie (Traditionelle Chinesische Medizin) hat letztendlich meinen 1. Fall, mit dem ich konfrontiert wurde, meinen Hengst Telcaro und nachfolgend viele andere Pferde vom HS befreit. Telcaro war Ende 2004 als "HS frei" anzusehen, Therapie begann 2002, bekam keinerlei zusätzlichen Medikamente oder andere Heilmittel, wurde 2005 verkauft und startete im Sommer 2007 in seiner 1. L-Dressur. Es ist eine sehr genau auf das individuelle Pferd abgestimmte Therapie, verlangt viel Geduld vom Besitzer und benötigt mehrere Jahre um das Körpersystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ähnlich der Allergie Behandlung beim Menschen (oder auch Tier). Besuchen Sie meine Therapie Website mit Referenzen

5. Akupunktur als begleitende Therapie zur TCM Phyto Therapie, ebenso wie es im Mutterland China vorgenommen wird. Nicht die Akupunktur steht an erster Stelle, wie in westl. Ländern gehandhabt, sondern die Kräuter; das "nadeln" setzt die Energien frei und behebt Blockaden, die Kräuter gleichen die Störungen aus.

6. Chiropraxis und Osteopathie

7. Hormon Therapie

8. Blutegel

9. Elektroden Behandlung, "Perkutane elektrische Nervenstiumulation", kurz PENS genannt. Aufgrund der erfolgversprechenden Studie der Universität Bristol, bietet nun Dr. Lebelt diese Behandlungsoption an. Kontakt: http://www.pferdeklinik-havelland.de/ (Raum Berlin)

Diese Therapie ist hier recht verständlich beschrieben: http://www.bayernspferde.de/pens

 

Oftmals bedarf es einer Kombination verschiedener unterstützender Maßnahmen, um alle Baustellen aufzudecken und zu behandeln, bedenken Sie, eine Neuralgie hat viele Facetten! 

 

 

 

 

All rights reserved • Copyright © Equis TCM 2003-2015 • Re-publishing or any use with permission only

counter