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Cyproheptadin - eine 10 Jahres-Bilanz

Jan 2012

Seit der unten rezitierten Studie, eine von vielen, sind nun 10 Jahre verstrichen, Zeit eine Bilanz zu ziehen.

Laut Berichten unzähliger Pferdebesitzer aus aller Welt ist es von keinem Nutzen diese Anabolika einzusetzen.

Es wirkt sich eher negativ auf das Pferdesystem aus, nicht nur aufgrund der Nebenwirkungen, die mir im Laufe der Jahre berichtet wurden: Apathie, Unruhe, hohe Reizbarkeit, Sehstörungen, Schwindelanfälle und Bewegungs-/Koordinationsstörungen, Störungen des Magen-Darm Traktes (Fressverhaltensstörungen, Koliken), Harn-Rückhaltung, Muskelzuckungen bis hin zu Krämpfen, Atemdepressionen uvm. Eine Besitzerin berichtete von Ataxie ähnlichen Symptomen.
Das stufenweise Absetzen des Medikamentes erweist sich als schwierig, da vermehrt HS Symptome auftreten, die Besitzer daraufhin geneigt sind, nicht den Anweisungen des behandelnden Tierarztes zu folgen. Ein radikales Absetzen ruft dramatische Störungen des Systems hervor. Hier sei ein weiteres Mal daran erinnert, dass das Medikament keine Heilung anstrebt, sondern eine Unterdrückung

Eine Entgiftung nach vollständigem Absetzen des Medikamentes ist vonnöten.

Fazit: wenn der Besitzer sich der Gefahren bewusst ist, weiterhin Turniere mit einem kranken Tier bestreiten will, ist es wohl die einzige Möglichkeit für Headshaker, die schulmedizinisch austherapiert wurden.

Für Besitzer, die das Pferd heilen wollen, stellt diese Behandlung keine Option dar.

Trotz 10 j. Aufklärungsarbeit ist es immer noch erstaunlich, wie wenig Tierärzte in Europa über den Einsatz dieses Medikament wirklich wissen und sich auf diverse Studien verlassen, die längst überholt sind. Es sei Tierärzten ans Herz gelegt, sich einmal intensiver mit der Materie HS zu beschäftigen, bevor dem Klienten das Medikament in die Hand gedrückt wird, mit den Worten, versuchen wir es mal hiermit, alles andere hilft ja nicht mehr! Sollte der Zeitaufwand dieses nicht zulassen, ist es immer noch sinnvoller für die Gesundheit des Tieres, den Fall einem auf HS spezialisierten Tierarzt oder Therapeuten zu übertragen.

Dem Besitzer rate ich eindringlich, sich vor jeglicher Behandlung als Leser in Foren zu begeben, die eine gute Reputation aufweisen und Berichte "Cyproheptadin-Erfahrender" durchzulesen.

Brown, Equis TCM - Jan 2012  

 

Therapie von lichtinduziertem Headshaking mit Cyproheptadin 
[16.04.2002]


In einer Studie der Klinik für Wiederkäuer-und Pferdemedizin der Universität Zürich wurden zweiundzwanzig Pferde und tersucht, die zwischen Januar 1996 und Dezember 1997 mit lichtinduziertem Headshaking vorgestellt wurden. 

Die klinische Symptomatik des Headshaking wurde bei Sonnenschein, bei trübem Wetter und bei Dunkelheit, jeweils beim Reiten und im Stall beurteilt, um den Einfluss des Sonnenlichtes auf die Symptomatik zu erfassen. Im Rahmen der klinischen Untersuchung wurden Hautsensibilität, die Funktion aller Gehirnnerven, Zähne, Augen und Ohren untersucht. Die Untersuchung der Atemwege umfasste eine Endoskopie der Nasengänge, der Luftsäcke, des Pharynx und der Trachea. Weiterhin wurden eine hämatologische und eine blutchemische Untersuchung durchgeführt. Geröntgt wurden Sinus, Zahnwurzeln und das Genick. Die Diagnose des lichtinduzierten Headshaking wurde gestellt, wenn die klinische Symptomatik bei Sonneneinstrahlung graduell stärker war als bei trübem Wetter oder während der Dunkelheit und wenn kein weiterer krankhafter Befund vorlag, der das Headshaking erklären konnte. 

Am deutlichsten manifestierte sich das Headshaking während des Reitens bei direkter Sonneneinstrahlung. Hier zeigten alle Pferde mittel-bis hochgradiges Headshaking. Im Gegensatz dazu war während des Reitens in der Halle nur noch eine geringgradige Symptomatik feststellbar. Dieser Unterschied war hochsignifikant. Alle zweiundzwanzig Pferde wurden zweimal täglich mit Cyproheptadin (1, 5 %)per os behandelt. Die Behandlung führte zu einer statistisch hochsignifikanten Verbesserung der Symptomatik während des Reitens im Freien bei Sonnenschein. Auch während des Reitens in der Halle wurde eine Besserung der Symptomatik erreicht, wobei dieser Unterschied jedoch nicht signifikant war. Insgesamt konnte im Laufe der Cyproheptadintherapie bei vierzehn Pferden eine graduelle Besserung des Kopfschüt- telns beobachtet werden, wobei Pferde mit gering-bis mittelgradiger Symptomatik im Verhältnis besser auf die Behandlung ansprachen. Nebenwirkungen traten in Form von Apathie, gering-bis mittelgradiger Kolik und Inappetenz auf. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Cyproheptadin ein geeignetes Medikament zur Behandlung des lichtinduzierten Headshaking ist. Der Pferdebesitzer muss jedoch auf die möglicherweise zu erwartenden Nebenwirkungen aufmerksam gemacht werden. 

Praktischer Tierarzt 83: 4, 351 (2002) © Schlütersche GmbH & Co. KG, Verlag und Druckerei 

 

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