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Adaptogene

Geschichte

Der Begriff "Adaptogen" wurde Mitte des 20 Jahrhunderts von dem russischen Wissenschaftler Nicolai Lazarev geprägt.  Er war davon überzeugt, dass einige Pflanzen Bestandteile enthielten, welche dem Körper helfen könnten, die natürliche Stress-Bereitschaft zu erhöhen. Sein Nachkomme, Israel I. Brekhman, war der erste Wissenschaftler, der eine tiefer greifende Forschung dieser Hypothese begann.

In den natürlich Laboren der sibirischen Wälder Ost-Russlands arbeitend, entdeckte  Dr. Brekhman, dass einige seltene Kräuter, die schon seit Jahrhunderten von Einwohnern dieses abgeschiedenen Landes wegen ihrer  heilenden, unterstützenden and kräftigten Eigenschaften genutzt wurden, tatsächlich diese Eigenschaften besaßen und bewies es in klinischen Studien.    

Mit dem Namen "Vater der Adaptogene" für seine Pionierarbeit versehen, erstellte Dr. Brekhman Tausende von Studien, um diese Eigenschaften zu messen und bis ins Detail aufzustellen. 

Adaptogene werden als "Königliche Kräuter" bezeichnet. Die drei Kriterien sind:  

1.  Müssen gefahrlos über einen langen Zeitraum eingegeben werden können, dürfen keine oder kaum leichte Nebenwirkungen haben.

2.  Müssen die Fähigkeit innehaben, die nicht-spezifische Resistenz des Körpers gegen Stress zu steigern. 

3.  Muß die Fähigkeit besitzen, Homöostasie (die Eigenschaft der biologischen Systeme, Veränderungen zu widerstehen und in einem Gleichgewicht zu verharren.) wieder herzustellen oder einzelne gestörte Systemabläufe - wenn durch Stress, egal in welcher Richtung.

Wie genau machen Adaptogene? 

 

Die Stress Reaktion - GAS genannt General Adaptation Syndrome (Allgemeines Adaptions Syndrome) - wurde, erwiesener Maßen, in 3 Stufen unterteilt: 

 

Stufe 1:  Alarm

Es ist wichtig in dieser Stufe, daß das Immunsystem normal funktioniert, da es eine Reihe wichtiger Reaktionen des Stoffwechsels generiert, wichtig für jeden Athleten, egal ob Mensch oder Pferd.

 

Freigabe der Stresshormone Adrenalin und Kortisol.  Wichtig in kurzen Perioden des Stress, wirken diese Hormone zerstörerisch auf wichtige zellulare Vorgänge in verlängerten Phasen des Stresses (sei es körpereigener Stress wie zB Krankheit oder externer Stress).  Kortisol zB ist ein Hormon mit weit reichendem Einfluß auf Gewebe (zB Lymphgewebe). Jedoch den stärksten neg. Einfluß übt es als immunsupressives Hormon aus. Ebenfalls kann es einen negativen Einfluß auf das Energiesystems des Körpers haben. Kortisol verringert Glucoseabgaben vom Blut in die Muskulatur und weitere andere Zelltypen. Diese Funktion ist eigentlich dazu gedacht, eine beschützende Rolle zu übernehmen, zB Blutglucoseausschüttung für essentielle Funktionen wie Gehirnaktivität. 

 

 

Stufe 2:  Widerstand 

Dieses ist der Prozess, in dem adaptive Veränderungen entsprechend dem Umstand eingeleitet werden. Gesteigerte Kondition ist ein perfektes Beispiel einer adaptiven Reaktion des Körpers auf physischen Stress.  In TCM Worten: wenn diese Adaption vor sich geht, gelangt der Körper wieder zur "Homöostase" oder normalem Equilibrium. Jedoch, jedes Körper Kapazität ist begrenzt und komplett individuell. Wird solch ein einzigartiges System überlastet, riskiert der Körper, ob Mensch oder Tier sei gleich, ein Ungleichgewicht und am Ende Krankheit. Wenn kein Einhalt geboten wird, erreicht der Körper die dritte Stufe des Stress. Zusammenbruch. Ein aktuelles Beispiel aus der Humanmedizin: Mobbing und die Effekte

 

Stufe 3:  Zusammenbruch

Diese Stufe wird durch den beobachteten Beginn von Symptomen der Erschöpfung, einschließlich Verletzung oder Krankheit charakterisiert.

 

Dieses 3-Phasen Model, General Adaptation Syndrome genannt, wird als Standard weitgehend akzeptiert, weil funktionalen Veränderungen wissenschaftlich eingehend untersucht wurden.  Vielleicht noch wichtiger, jede Erkrankung geht bis zu einer bestimmten Grenze durch eine oder mehr dieser Phasen. 

 

Mit der Zugabe von Adaptogenen zur tgl Futterration, werden speziell die ersten beiden Phasen vom Körper anders gehandelt. Adaptogene modifizieren die Alarmphase und verstärken die Widerstandsphase. Dieses ist in sofern kritisch, da diese Vorteile dem gestressten Pferd einen extra Schutz bieten, indem sie eine optimale Zellfunktion schon weit vor dem zu beobachtenden Beginn eines physischen Zusammenbruch erhalten. 

 

Wenn Adaptogene hinzugefüttert werden, zeigt das Pferd immer noch die nötigen Reaktionen auf stressvolle Ereignisse, aber die Zellveränderungen sind weniger dramatisch und üben einen schwächeren negativen Einfluß auf den gesamten Körper aus. Der generelle Effekt von Adaptogenen wird gut veranschaulicht, wenn man den Effekt von Stress auf den Blutglukosegehalt betrachtet. Kurz nachdem ein Pferd gestresst wird, verursachen die Stresshormone Adrenalin und Kortisol einen raschen Anstieg in Blutglukose. Nachdem es seine Höhe überschritten hat, fällt der Glukosewert rasch unter weit seinen normalen Wert. Adaptogene moderieren dieses auf dreierlei Weisen:

  

 

    1. schnellere aber weniger übersteigerte Reaktion -

                Blutglukosewert steigt schneller gewöhnlich als Reaktion auf Stress, aber nicht mehr so hoch wie vor Zugabe von Adaptogenen 

    2. längere nachhaltige Werte -

                Blutglukosewert bleibt für einen längeren Zeitraum erhöht und damit für die Zellfunktion länger zugänglich 

    3. langsamerer Abstieg des Wertes -

                ein weniger steiler Abstieg der Blutglukosewerte.

 

Mit anderen Worten, Adaptogene blockieren nicht das Stressverhalten des Körpers, vielmehr glätten sie die Achterbahnwellen der Stressreaktion; dieses wiederum konserviert wertvolle Energien für die Widerstandsphase. Somit haben Adaptogene, zumindest teilweise, direkten Einfluss auf den Glukose Stoffwechsel. :

 

    1. sie steigern den Blutglukosewert, indem sie die Leber stimulieren, Glykogen zu Glukose umzuwandeln;

    2. sie fördern die Aufnahme von Glukose in die Zellen;

    3. sie fördern die Nutzbarkeit von Glukose innerhalb der Zellen. 

 

Untersuchungen haben bewiesen, dass Adaptogene die Funktionen eines gesunden Immunsystems steigern, wenn sie über einen langen Zeitraum dem Körper zugeführt werden. In einer 7 jährigen Studie einer Menschengruppe von mehr als 1000 Personen wurde angezeigt, daß die Rate der Atemwegserkrankungen von 41.8% auf gerade mal 2.7% dezimiert wurde.

 

weiterer Lesestoff --> Adoptogene im Detail

 

 

 

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